Hier könnt ihr noch mehr über meine Chilis nachlesen: scharfe Sache.
Ein übersichtlicher Aussaatkalender findet ihr hier.
Was wächst bei euch schon?
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Alle, die hier schon länger mitlesen, wissen, dass ich scharfes Essen und insbesondere Chilis liebe. Jetzt ist die Zeit um auszusähen (siehe Bild unten).
Hier könnt ihr noch mehr über meine Chilis nachlesen: scharfe Sache.
Wer Tomaten oder Peperoni selbst anziehen will, sollte diese nun aussähen. Ebenso haben jetzt Kopfsalat, Kohlrabi, früher Blumen- und Kopfkohl, Broccoli und Lauch ihren Aussaatzeitpunkt. Wichtig für die Anzucht ist ein heller Platz. Frühlingssalate können in frostfreien Gewächshäusern bereits direkt ausgesät werden.
Ein übersichtlicher Aussaatkalender findet ihr hier. Was wächst bei euch schon? Ilona
3 Kommentare
Bestimmt wisst ihr, dass Bananen grün und gekühlt nach Europa kommen und dann mittels Temperaturerhöhung und Gas gereift werden - sonst fänden wir nicht jeden Tag so perfekt gelbe Früchte im Laden. Das eingesetzte Ethen (auch Ethylen) ist ein Planzenhormon, welches auch von Früchten selbst ausgeschieden wird. Es reguliert quasi die Reifung. Äpfel scheiden das Gas in besonderem Masse aus. Man kann sich dieses Wissen also zur Reifung von Kiwis oder Bananen zu Nutze machen, indem man sie für ein paar Tage zusammen sperrt.
Dank diesem einfachen Trick profitieren wir den ganzen Winter lang von reifen Kiwis. Vor einem Monat haben wir nämlich die Bäume meiner Schwiegermutter abgeerntet. Die stehen in der Lombardei und werfen jährlich etwa 800 Früchte ab. Im kühlen Keller sind die einige Monate haltbar.
Noch vor ein paar Jahren dachte ich, alle Kiwis kämen - wie die Vögel - vom anderen Ende der Welt. Ich weiss inzwischen auch von Kiwibäumen, die in der Umgebung von Basel gedeihen und frage mich ganz ernsthaft, warum die Schlingpflanzen nicht mehr Gärten in der Region zieren. Und falls ihr jetzt - was mich sehr freuen würde - überlegt, wo ihr eine Kiwi pflanzen könntet: Ich schreibe bewusst im Plural, weil es bei dieser Pflanze immer ein Männchen und ein Weibchen braucht.
Michèle
Winterportulak (Winterpostelein / gewöhnliches Tellerkraut) ist einer meiner Lieblingssalate. Bei uns zu Hause, auf 1'000 m.ü.M., wuchs der auch im Sommer perfekt. Winterportulak ist aber nicht zu Verwechseln mit dem Sommerportulak mit etwas fleischigeren Blättern der auf heissen, sandigen Böden gut wächst.
Jetzt ist langsam der Zeitpunkt um Winterportulak auszusäen. Winterportulak ist ein Kaltkeimer, das Saatgut läuft bei Temperaturen unter 12 Grad auf. Am besten wächst der Winterportulak im Winter in kalten (Tomaten-)Gewächshäusern oder auf dem Balkon. Nach ca. 8 Wochen kann der erste Portulak geerntet werden, wenn er geschnitten wird, treibt er wieder aus. Ernten sollte man bevor er viele Blüten macht. Nach der Ernte sind die Blätter nur wenige Tage lagerfähig und sollte daher möglichst frisch verzehrt werden. Ich mag den Winterportulak am liebsten im Salat (z.B. mit einem Nussdressing). Man kann damit aber auch Suppe oder Pesto machen. Der Salat mit viel Vitamin A und C passt auch gut in einen grünen Smoothie. Ilona
Während meiner Gartenzwergeschaft habe ich eines gelernt: Gute Nachbarn sind Gold wert. Und damit meine ich nicht nur solche, die auf's Gift spritzen verzichten oder einen Kaffee anbieten, sondern gute "Planzennachbarn" oder auch sogenannte "Mischkulturen". Ein findiger Biobauer fand zum Beispiel heraus, dass die Gerste der Eiweisserbse als Stützfrucht dient, wenn man sie in Mischkultur anbaut. Aber es gibt auch andere positive Wechselwirkungen, die wir für unseren Balkon- oder Schrebergarten nutzen können.
In meinen Töpfen säe ich unter den Tomaten immer Basilikum an, denn der wirkt gegen Mehltau und Schädlinge und hält den Boden feucht. Damit diese Effekte von Anfang an Wirkung zeigen, kaufe ich mir zusätzlich noch einen Topf Basilikum, den ich vorsichtig auseinander nehme und Wurzel für Wurzel einpflanze - der Ertrag steigt, wenn die Wurzeln und Blätter genügend Platz haben.
Die Gurken habe ich mit Salat und Dill kombiniert. Die frisch gezogenen Radieschen wohnten beim Mangold, der nun mehr Platz braucht neben der wachstumsfördernden Melisse.
Andere Kombinationen sollte man wiederum meiden, um zu verhindern, dass die abgegebenen Substanzen das Wachstum hemmen. So bleibt zwischen Gurken und Tomaten bei uns ein Abstand. Majoran und Thymian sollten sich auf dem Fensterbrett nicht das Kistchen teilen. Ebenso empfiehlt sich ein Abstand zwischen Minze und Kamille oder zwischen Melisse und Basilikum.
Natürlich weiss ich all das keineswegs auswendig, aber es gibt ja Bibliotheken und Suchmaschinen. Extrem Praktisch finde ich die Listen von Giftzwerg oder NDR.
Michèle
Liebe Blogleserinnen und Gartenfreunde - es ist soweit: Die Tulpenzwiebeln quälen sich aus dem Boden, die Gartenmöbel werden frisch geschliffen, der Nüssler spriesst und es ist höchste Zeit ein paar Setzlinge zu ziehen. Bei mir wachsen schon vier Sorten Tomaten, Schnittsalat, Radiesli, Kürbis, Spinat und Dill...
Im April säe ich dann noch Gurken, Patisson, Zucchini, Krautstiel und Kapuzinerkresse an. Ausserdem werde ich versuchen, ein paar "Unkräuter" wie Giersch, Löwenzahn und Spitzwegerich anzusiedeln - auch die will ich essen. Was esst ihr diesen Sommer?
Michèle
Auf anderen Blogs und auch in Koch-Magazinen sehe ich zurzeit immer wieder Rezepte mit frischen Tomaten, Zucchini oder Peperoni. Mich stört das sehr, da diese Gemüsesorten jetzt überhaupt nicht Saison haben. Wenn ich kritisch nachfrage, höre ich oft das Argument, "aber ich kann doch nicht immer nur Kohl und Karotten essen". Stimmt, aber das musst du ja auch nicht, die Auswahl an Saisongemüse ist sehr vielfältig! Hier eine Auswahl der aktuellen Saisongemüse: Rot- und Weisskabis, Bodenkohlrabi, Herbstrübe, Chicorée, Chinakohl, Kardy, Karotten, Knoblauch, Knollensellerie, Lauch, Nüsslisalat, Portulak, Kürbis, Randen, Schwarzwurzeln, Wirz, Zuckerhut, Zwiebeln, Chicorino Rosso, Endivie, Federkohl, Rettich, Pastinaken, Peterliwurzel, Sauerkraut und Kartoffeln (einige Gemüsesorten habe ich als Inspiration verlinkt mit Rezepten von uns, alle Rezepte findet ihr hier). Diese riesige Auswahl kann natürlich auch mit eingemachtem Gemüse wie gehakten Tomaten oder mit tiefgefrorenem Gemüse ergänzt werden. So muss man im Winter nur auf wenige Gemüsesorten verzichten, ohne dass man importiertes Gemüse kaufen muss.
Die Bilder habe ich letzte Woche am Biostand von Müller am Markt am Hauptbahnhof in Zürich gemacht und es sind lange nicht alle Saisongemüse, die es aktuell zu kaufen gibt, drauf.
Momentan ist wegen der Kälte und dem dadurch gefrorenem Boden die Ernte einiger Wintergemüsesorten (Bsp. Lauch) nicht möglich, die Auswahl ist aber immer noch gross. Vor fast einem Jahr habe ich übrigens schon einmal über das Thema Saisongemüse geschrieben: Was hat eigentlich Saison? Ilona |
Loading... Hallo!Wir sind Michèle und Ilona und bloggen über unsere Liebe zum Essen und allem drum herum.
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