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Sellerie - süss, paniert, frittiert, Rüeblichips und Risotto

22/1/2017

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Seit ich wieder schwanger bin, habe ich ein sehr grosses Verlangen nach Süssigkeiten. Dieses kann ich am besten stillen, indem ich Süsses esse, das gleichzeitig gesund ist - im Winter beispielsweise Dörrfrüchte, Kompott, Milch oder süsse Gemüse. Panierter Sellerie wird so zum Sonntagsessen. 
Risotto mit Karottenchips und Sellerieplätzli

Sellerie paniert

Karottenchips

1 Knollen-Sellerie
in dünne Scheiben schneiden.
1 Ei
Salz 
Pfeffer
verquirlen.
Die Selleriescheiben darin wenden,
danach beidseitig in
Paniermehl
wenden. 
1 cm hitzebeständigem Öl 
in einer Bratpfanne erhitzen.
Jede Seite ca. 8 Minuten vorsichtig im heissen Öl frittieren. 
Auf Küchenpapier abtropfen lassen.
Im gleichen
Öl
könnt ihr mit dem Sparschäler geschnittene

Karottenstreifen

während ca. 1 Minute frittieren,
abtropfen lassen,
leicht salzen
und damit die Beilage zieren.
Bild
Dazu passt Risotto. Es gibt auf der Welt bisher nur zwei Menschen, die Risotto so machen, dass ich ihn wirklich mag. Einen der beiden habe ich sicherheitshalber geheiratet. Ob mit oder ohne Safran, mit Butter oder mit Käse, mit Wein oder Champagner ist mir dabei schnurzpiepegal. Für mich ist Risotto dann perfekt, wenn er beim Kochen gelitten hat, wenn also nie zu viel Bouillon auf einmal zuzugeben, dafür mit Hingabe gerührt wurde. Auf dem Teller darf er nicht hocken bleiben, und er darf auf keinen Fall davon schwimmen. Er muss kriechen.

Natürlich sieht es damit schlecht aus, wenn mal etwas übrig bleibt. Aber auch dafür habe ich inzwischen eine Lösung: Risottoreste mit Ei und etwas Mehl vermengen, in Paniermehl wenden und backen. Als Snack von Hand essen und dabei in eine scharfe Sauce tünkeln...

Michèle

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Innereien auf dem Grill, Teil III

28/5/2016

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Herz und Zunge sind in aller Munde. Sehr empfehlen möchte ich da auch Michael Lütschers Beitrag im Tagesanzeiger. Nun wage ich mich doch noch an ein paar ganz extravagante Stücke. Wobei "Stücke" trifft es hier nicht mehr so ganz... Die Argentinier haben beim Grillevent von Silberdistel-Kost gezeigt, was sie können:
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​Rinderdarm, die Kalamares aus dem Jura-Wiesenmeer

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In Argentinien heisst gegrillter Darm Chinchulines
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Wie Calamares, nur von hier
Nur gutes vergärtes Gras von einer naturbelassenen Jurawiese war in diesem Darm. Deshalb hat es auch überhaupt nichts ekliges, ihn zu essen - zumal er vorher gut durchgespült, gehäkelt und zwei Stunden lang gegrillt wurde. Aufgeschnitten und mit Zitronensaft beträufelt erinnert er tatsächlich an Calamares. Ich will Meer.

Speiseröhre, andersherum mit Risottofüllung

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Ein stück gegrillte Speiseröhre
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Ganz ehrlich, ich wäre nie drauf gekommen, dass man Speiseröhre essen kann. Innen ist so eine harte Haut, aussen Muskelfleisch. Sie wurde deshalb zuerst umgedreht, mit Risotto, Zwiebeln und Salz gefüllt und zugebunden. Die lange Wurst lag dann etwa 20 Minuten in kochendem Wasser und danach noch eine ziemlich lange Weile auf dem Grill. Nichts für jeden Tag, aber auf jeden Fall ein Eyecatcher für eine ausgefallene Grillparty. 

Weder echte noch falsche Eier: Stierhoden

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Stierhoden gegrillt
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Hoden mit Chimichuri
Ich hatte vieles befürchtet. Und ich hatte rein gar keinen Hunger mehr, als die Hoden fertig waren. Auf einem dicken Holzspiess haben sie auf der Glut gewartet, bis sie platzten. Da sagte der Argentinier endlich "maintenant" (weil nicht alle Gäste ein und dieselbe Sprache konnten, war unser Nachmittag ein wildes Durcheinander aus spanisch, italienisch, französisch und deutsch - genau mein Ding also). Als Topping haben wir wiederum  - klassisch - Chimichurri verwendet. Wer nicht selber Chimichurri machen will, findet es bei Pablo im Glas: biberevents.ch 
​
Die Hoden waren gelblich wie gekochtes Eigelb und hatten mehr Biss als ich erwartet hätte, trotzdem weich ohne gummig zu sein. Ich suche immer noch nach einem Vergleich. Wer hat schon Hoden probiert und kann mir helfen?
​Teil I - die Zunge
Teil II - das Herz
Teil IV - Onglet

Michèle

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Innereien auf dem Grill, Teil I

11/5/2016

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Am Muttertag genoss ich einen freien Tag im Jura. Cäsar hatte mich zu einem Grillnachmittag auf seinem Bauernhof eingeladen und ich habe nicht lange gezögert: Seine Silberdistel-Kost ist biodynamisch, also vollkommen frei von chemischen Hilfsmitteln und seine Angus Rinder fressen ausschliesslich heimisches Gras. Ich habe schon ein paar Mal Fleisch bei Cäsar bestellt und mich von dessen Qualität überzeugt. So habe ich mich schnell auf das Experiment eingelassen, bei ihm Innereien zu grillieren.

Zu Gast waren ausser mir ein paar Argentinier und die mussten ja wissen, wie ein Asado Argentino geht. Trotzdem hatte ich so ein Bisschen meine Bedenken, ob es mir denn auch schmecken würde. Leber ist nicht so mein Fall. Ein paar Stücke haben mich aber vollends überzeugt. Die Zunge zum Beispiel.

Wer Siedfleisch mag, wird Zunge lieben

Rinder Zunge vom Grill
Cäsar hatte sie vorher gesalzen und ein paar Stunden in Wasser gekocht. Nach dem Auskühlen wurde sie in feine Scheiben geschnitten und mit grobem Salz beidseitig kurz gegrillt. Ein Stück Bauernbrot, ein Scheibchen Rinder-Zunge und als Topping etwas Chimichuri (eine Art Vinaigrette mit Peterli, Oregano und Cayennepfeffer) - das war ein perfekter Start! Der Geschmack hat mich an Siedfleisch erinnert. Das Fleisch war aber viel zarter.
Nun nicht mehr so geheimer Geheimtipp:
​

Am Samstag wird es am Matthäus Markt in Basel am Stand von Hanspeter Grunder wieder Fleisch von www.silberdistel-kost.ch geben. Cäsar hat mir versprochen, dass auch vorgekochte Zunge dabei sein wird. 
Natürlich habe ich nach der Zunge unbedingt noch mehr probieren wollen. Und es gab noch mehr: 
Teil II - das Herz
Teil III - Darm, Speiseröhre, Hoden
Teil IV - Onglet

Michèle

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Plastik im Kaugummi?

4/4/2016

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Bio-Kaugummi
Eine Freundin von mir brachte letzthin aus dem Biomarkt einen biologisch abbaubaren Biokaugummi mit. Sie erklärte mir, dass die Kaumasse unserer normalen Kaugummis zu einem grossen Teil aus Kunststoff besteht. Deshalb können die ausgespuckten Kaugummis in der Umwelt auch nicht verrotten und sind gerade in den Städten ein grosses Problem.
Ich war mir nicht bewusst, dass Kaugummi aus Kunststoffen bestehen, ich dachte immer die Kaumasse bestehe aus natürlichen Baumsäften. Gespannt probierte ich den Maya Regenwald Kaugummi mit Zimtgeschmack, ganz ohne Weichmacher, Feuchthaltemittel, Antioxidantien, Aromen, Säuren, Farbstoffe und Emulgatoren. Der Biokaugummi schmeckt sehr gut, ist aber etwas härter als normaler Kaugummi und man kann keine Blasen formen. Anfänglich war der Geschmack sehr intensiv, aber nach ca. 5 Minuten ist der Geschmack nur noch sehr dezent spürbar. Diese Kaugummis sind vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig, aber ich werde ziemlich sicher noch andere Geschmacksrichtungen ausprobieren.

Habt ihr bereits einmal Bio-Kaugummi probiert?

Falls ihr noch mehr über die Inhaltstoffe von Kaugummis wissen wollt,  kann ich zwei Artikel von Frederik Jötten auf Spiegel Online empfehlen:
  • Woraus besteht Kaugummi?
  • Wie gut sind Biokaugummis?
Bio-Kaugummi

Ilona

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Federkohl Chips

18/3/2016

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Federkohl glatt und gekraust
Unser Garten verwöhnt uns auch zu dieser Jahreszeit mit Federkohl. Dieses Winter-Gemüse erlebt ja eine richtige Trendwelle und deshalb mangelt es uns auch nicht an Rezepten. Meine Schwester und mein Mami sind begeistert von Federkohl Chips, also habe ich die auch einmal ausprobiert:
Federhohl
waschen, trocken tupfen und mit
gutem Öl
bestreichen,
salzen
und bei 180° backen. 
Nach 10 Minuten regelmässig den Ofen öffnen,
so kann der Dampf entweichen,
und die Chips rechtzeitig herausnehmen,
damit die Blätter nicht verbrennen.
Federkohl Chips
Knusperknusper...

Michèle

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