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In einer Tasse Tee steckt viel Arbeit

19/11/2017

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Teeproduktion in Sri Lanka. Die Arbeitsbedingungen für die Pflückerinnen sind hart.
Teeplantage in Sri Lanka.
Trinkst du auch ab und zu gerne eine Tasse Schwarz-, Grün-, oder Weisstee?

Wenn ja, dann ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass dein Tee von einer Pflückerin in einem der wichtigen Anbaugebiete in Indien, Indonesien, China, Kenia oder Sri Lanka gepflückt wurde.
In Sri Lanka sind rund 10% der Bevölkerung in der Teeindustrie tätig, welche für das Land die wichtigste Einnahmequelle ist. Teepflücken ist traditionell Handarbeit. Denn wenn der Tee qualitativ hochwertig werden soll, dürfen nur die obersten drei Blätter verarbeitet werden. Weil Frauen dabei als sorgfältiger gelten als Männer, sieht man in den Teeplantagen fast ausschliesslich Pflückerinnen arbeiten. Sie verdienen für diese extrem harte Arbeit rund 2.50 CHF pro Tag. Für 1 Kg Tee müssen ca. 80'000 Blattknospen gepflückt werden. ​Die Pflückerinnen leben mit ihren Familien in kleinen Blechhütten, oft ohne sanitäre Einrichtungen. Häufig müssen auch die Kinder in den Plantagen arbeiten. In der konventionellen Teeproduktion werden zudem viele chemisch-synthetische Pestizide und Dünger eingesetzt. Bei uns gibt es manchmal einen Aufschrei, wenn ein Konsumentenmagazin Rückstände in den Tees findet, dass aber die Arbeiter, welche die Pestizide ausbringen dies meist total ungeschützt machen, wird selten thematisiert (siehe auch mein Artikel zum Thema Pestizide)
Bild
Nachdem ich in diesem Jahr in Sri Lanka verschiedene Teeplantagen besucht habe, achte ich noch mehr darauf, dass mein Tee Fairtrade und biologisch ist. 
Die Förderung gewerkschaftlicher Organisation auf den Plantagen, geregelte Arbeitsbedingungen und das Verbot ausbeuterischer Kinderarbeit sowie Diskriminierung sind nur einige Argumente für Fairtrade. Fairtrade bezahlt auch Mindestpreise und schüttet Prämien aus. Der Bio-Anbau wird durch zusätzliche Bio-Prämien gefördert. Die Prämien, die die Pflückerinnen über den Fairen Handel für ihren Tee erhalten, fliessen zum Beispiel in Schulmaterialien und Schulunterricht für die Kinder. 
Auch wenn von den Fairtraide Aufschlägen nur wenige Rappen bei den Pflückerinnen ankommen, schmeckt mir persönlich dieser Tee einfach besser.
Es werden jeweils die obersten zwei Blätter und die Blattknospen geerntet.
Es werden immer die obersten zwei Blätter und die Blattknospe geerntet. Diese 3 Blätter wachsen in 8-14 Tagen wieder nach.
Wer noch mehr über das Thema nachlesen will, dem empfehle einmal bei den netzfrauen.org vorbeizuschauen.

Ilona

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Kaffee aus Kapseln: ein No Go?

4/10/2017

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Ich frage: Wie steht es mit der Effizienz von Kapselsytemen gegenüber anderen Kaffeezubereitungsarten?

WWF Schweiz antwortet:
Die zunehmenden Verwendung von Rohstoffen ist natürlich ein grosses Problem für unseren Planeten. Häufig fallen aber die wirklich entscheidenden Rohstoffverbräuche nicht auf der Ebene der Verpackung an, sondern in den vorgelagerten Produktions- und Verarbeitungsprozessen, in die man als Konsumentin keinen Einblick hat.

​Beim Kaffee sowie bei den meisten anderen landwirtschaftlichen Produkten sind die in der Landwirtschaft entstehenden Umweltbelastungen viel gravierender als die Umweltbelastungen durch die Verpackung. Die Empa hat im Jahr 2011 eine Ökobilanz der verschiedenen Kaffeezubereitungsarten veröffentlicht und ist dabei zum Schluss gekommen, dass die Menge Kaffeepulver entscheidend ist bei den Umweltbelastungen welche eine Tasse Kaffee verursacht. Da die Kapselsysteme zum Teil mit viel geringeren Kaffeemengen auskommen als die Vollautomaten, schneiden sie je nachdem sogar besser ab.

Das bedeutet, dass es v.a. wichtig ist, Kaffee mit Verstand zu trinken und darauf zu achten, dass die Produktion der Kaffeebohnen so umweltfreundlich wie möglich passiert, weil einfach dort die allerhöchsten Umweltbelastungen anfallen. Bei Biokaffee ist dies sicher am ehesten der Fall.
Cafe Kaffee Cappuchino Espresso Macchiato
Ilona hat mich auf  einen Artikel von Das Lamm aufmerksam gemacht, der mir klar gemacht hat, weshalb mein Kaffe zusätzlich von einem Fairtrade-Label geziert sein sollte: Der Kaffeepreis schwankt weltweit so stark, dass Kaffee nur fair produziert werden kann, wenn die Kaffeebauern vorher mit ihrem Abnehmer einen stabilen Preis vereinbaren können - unabhängig vom Marktpreis bei der Ernte.
Ilona bestellt ihren Bio-Kaffee für ihre Kolbenmaschine online und zwar in Pads - das gibt dann nicht so ein Schlamassel, wenn es am Morgen schnell gehen muss. Ich selbst habe erst kürzlich den richtigen Bio-Kaffee für meine Maschine gefunden. Interessanterweise ist es einer, den ich bei einer anderen Maschine überhaupt nicht mochte und deshalb erst ausprobiert habe, als mir ein Pfund davon geschenkt wurde.

Und noch ein Tipp zum Schluss: Kaffeesatz ist ein sensationeller Dünger wegen seines Kalium-, Phosphor und Stickstoff-Gehalts. Er kann einfach so ins Beet gebröselt werden oder vorher mit Eierschalen und Bananenschalen und etwas Wasser im Blender zu einem Flüssigdünger verarbeitet werden.

Michèle

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Apéro einmal Ohne

7/7/2017

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Fast jeden Freitagabend machen wir "Apéro". Kinder hin oder her - das muss einfach sein. Während der Schwangerschaft- und Stillzeit macht das natürlich nur halb so viel Spass. Anfangs trank ich Suure Most, wie ich es auf Bauernveranstaltungen gelernt habe. Irgendwann habe ich mir einen Spass daraus gemacht neue Drinks zu kreieren. Hängen geblieben bin ich bei Bierschorlen; angestuppst durch einen Bier-Cocktail Event in unserer aktuellen Lieblingsbiererei "Bierjohann" und die Entdeckung der "Bschorle" mit Öpfel, Bire und Malz von Appenzeller Bier.

Caibierinha

Weissbierschorle

Caibierinha: Sommerdrink mit alkoholfreiem Bier. Rezepte für Drinks ohne Alkohol. Virgindrinks.
1 Limette
achteln und etwas ausdrücken. Auffüllen mit
2dl alkoholfreiem Pils
1 dl
 Guaraná
​Eis
Weissbierschorle: Rezepte für Sommerdrinks ohne Alkohol.
Eiskaltes
2,5 dl alkoholfreies Weissbier

​1 dl Quittensaft
(natürlich geht auch Apfelsaft)
mischen.

Bei meinen schwangeren Freundinnen und mir ist aber auch dieser heisse Typ gut angekommen:

Hugo oben ohne

1 dl Rimuss Secco
Wenig Holundersirup
Ein Gutsch Blöterliwasser
1/2 Limette in Stücken
3-4 Blätter Pfefferminze 
Eiswürfel
Die Drinks sind so prickelnd, dass man sie auch ohne Kindermachen ab und an trinken kann. Ich kann euch nur empfehlen nach Gaumenslaune zu experimentieren. Meine nächste Runde gilt dem Tonic Water. Lasst mich bitte an euren besten Kreationen teilhaben!

Michèle

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Daumen hoch für Tee

28/6/2017

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Michèle hat vor einiger Zeit aufgezeigt welche Getränkeverpackungen am nachhaltigsten sind. Welche Getränke sind gesamthaft, also mit Anbau und Verarbeitung am ökologischsten? Das Resultat überrascht wohl nicht:  Leitungswasser!
Umweltbelastung Getränke
Das haben Fachleute für Ökobilanzen berechnet und das ist auch nicht weiter verwunderlich, denn alle anderen Getränke werden aufwändiger produziert und oft von weither transportiert. Das Zweitbeste nach eigener Einschätzung ist Tee mit frischen Kräutern aus dem Garten. Meine Zitronenmelissenstaude spriesst jedes Jahr zuverlässig, ohne dass ich irgendetwas mache, ausser im Herbst zurückschneiden. In der frischen Morgenluft ein paar Blättlein abzupfen, vielleicht noch ein paar Pfefferminzblätter dazu, ebenfalls ein unkompliziertes Gewächs, heisses Wasser dazu, fertig.
Wenn man den Tee am Morgen zubereitet und dann in den Kühlschrank stellt, hat man an wärmeren Tagen am Nachmittag ein leckeres erfrischendes Getränk.

Ob ich meinen Flüssigkeitsbedarf mit Leitungswasser und Haustee decke, oder mit Mineralwasser, Kaffee, Süssgetränken und Bier, spielt bezüglich Ökologie eine Rolle. Denn Getränke tragen doch immerhin 21 % zur Umweltbelastung (Folie 19) des Gesamteinkaufs bei, grosse Mengen Umweltbelastungspunkte verbuchen Kaffee und Rotwein.
​
Die zwei Kräutlein in meinem Garten sind zudem auch Heilpflanzen. Zitronenmelisse wirkt beruhigend, entspannend, verdauungsfördernd und blutdruckregulierend. Pfefferminze kühlt und hilft somit bei Fieber und Bronchitis, ist verdauungsregulierend und krampflösend. Na dann – voll entspannt in den Tag.

Melissentee

Karin

Gastautorin: Unsere Kollegin Karin wohnt in Aarau - ihre einfach, kreative Küche passt zu uns. Sie experimentiert gerne mit Gewürzen und Zutaten nach der 5 Elemente-Lehre. Da ihre zwei Teens vegetarisch essen, gibt’s von ihr bei uns auf dem Blog ab und an Rezepte mit Getreide, Hülsenfrüchten und Gemüse. ​​
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Glas, Dose oder PET?

11/5/2017

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Nicht erst seit wir den Film Plastic Planet gesehen haben, diskutieren mein Liebster und ich regelmässig, in welcher Verpackung wir Getränke beschaffen sollen. Glas? PET? Mehrweg? 5-L-Bag-in-Box? Und was wenn der Wein dann nicht schmeckt?
Wir trinken gern Sirup, Bier, Wein, Most und natürlich Milch. Meine Internetrecherche hat mich  zu einer Oekobilanzstudie geführt, die ich recht aufschlussreich fand:
Empfehlungen Getränkeverpackungen - Glas, Dose oder PET. Was ist nachhaltiger?
Bezüglich der Bag-in-box stellte jemand beim Mittagessen im Büro die Frage, wie lange sich  Süssmost darin hält, wenn die Box erst einmal angebrochen ist. Erfahrungsberichte diverser Kollegen zeigten, dass 6 Monate durchaus im Bereich des Möglichen liegen.

Interessiert hat jemand anderes, warum man in die blau-gelben Container ausschliesslich PET Flaschen, aber beispielsweise keine Salatschalen aus PET werfen darf. Ich habe die Kollegin gebeten nachzufragen. Hier die Antwort von 
www.petrecycling.ch:
Als eines der ersten Länder weltweit hat es die Schweiz geschafft, den PET-Kreislauf zu schliessen. Das heisst, aus leeren PET-Getränkeflaschen entstehen neue. Dieser geschlossene Kreislauf macht das PET-Recycling besonders umweltfreundlich. Er bedingt jedoch auch eine äusserst hohe Reinheit der Sammlung. Nur aus reinen PET-Getränkeflaschen kann wieder lebensmitteltaugliches Material hergestellt werden. Landen zu viele Fremdstoffe in der Sammlung, ist der geschlossene Flaschenkreislauf gefährdet.
In den blau-gelben Kontainern werden darum nur PET-Getränkeflaschen mit dem Logo von PET-Recycling Schweiz gesammelt. Verein PRS
Trinkflasche aus Glas - Was ist nachhaltig? Glas, Dose oder PET? Die Antwort auf unserem Blog.
Meine geliebte Trinkflasche von fill-me.ch
Sonnenklar ist und bleibt: Am Besten schneiden zu Hause Hanenburger oder Tee und unterwegs Brunnenwasser ab. 

Michèle

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Wanderung zur Brasserie BFM in Saignelégier

6/5/2017

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V​or kurzem habe ich mit einigen Freunden eine Wanderung im Jura von Tramelan nach Saignelégier gemacht und zum Abschluss die Brasserie BFM (bières des Franches-Montagnes) besucht. 
Ich kann sowohl die Wanderung als auch den Brauereibesuch sehr empfehlen. 
Die Brasserie BFM gibt es seit 20 Jahren. In der kleinen Brauerei werden, ganz typisch jurassisch, untypische und eigensinnige Biere gebraut. Es wird ausschliesslich obergärig gebraut, nicht gefiltert und nicht pasteurisiert. Den Bieren werden auch Gewürze beigefügt und viele enthalten mehr als 6% Alkohol - die Biere sind auf jeden Fall keine langweiligen Massenprodukte ohne Geschmack!
Bier La Meule aus der Brasserie BFM im Jura, Saignelégier. Kleine Brauerei mit eigensinnigen Bieren.
​Die New York Times hat Anfangs 2009 das „Abbey de Saint Bon-Chien“ als das weltweit beste Bier gekürt. Dieses Bier wird ein Eichenfässern gereift und ist mit 11% Alkohol definitiv etwas Spezielles.
Bei der Degustation hat dieses teure Bier (gut 20 CHF pro Flasche) in unserer Gruppe jedoch nicht allen gut geschmeckt. Viele Biere von BFM sind sehr komplex im Aroma und eher nicht für grosse Saufabende geeignet. 

Bier von der Brasserie BFM  gibt es unterdessen in vielen Bars und Restaurants mit einer etwas grösseren Bierauswahl.
Zum Beispiel im Bierjohann in Basel* oder in den Erzbischofbars in Bern oder Zürich. 

Das Reinheitsgebot (Hopfen, Malz, Hefe, Wasser) gilt in der Schweiz, anders als in Deutschland, nicht mehr. Deshalb gibt es hier, nicht nur in der Brasserie BFM, viele spezielle Bierkreationen mit Gewürzen und Früchten.

*Unser Bericht über Bierjohann
Brasserie BFM im Jura. Das Bier Abbey de Saint Bon-Chien wird in Eichenfässern gereift.
Das Abbey de Saint Bon-Chien reift in Eichenfässern
Moorgebiet Etang de la Gruyère in den Freibergen im Jura. Ideal für Wanderungen und Ausflüge.
Moorlandschaft Etang de la Gruyère
Die Wanderung von Tramelan führte uns entlang dem Hochmoor Etang de la Gruyère nach Saignelégier. Der Weg ist leicht und kann inklusive Pick-Nick-Pause in 4 Stunden  gemacht werden (ca. 15 km). Es gibt unterwegs wunderschöne Grillstellen und Badestellen die zu längeren Pausen einladen, darum vielleicht besser etwas mehr Zeit einplanen.. 
Dieses Naturschutzgebiet in den Freibergen im Jura ist wirklich einmalig und wir haben zahlreiche spezielle Pflanzenarten entdeckt. Ich kann mir vorstellen, dass die Region auch bei nicht perfekten Strahlewetter etwas magisches hat. 
Brasserie BFM. Zum Bier gibt es Toétché (salziger Rahmkuchen) und Tête de Moine (Käse aus dem Jura). Bierdegustation
Zum Bier gibt es Toétché (salziger Rahmkuchen) und Tête de Moine (Käse aus dem Jura)


​Das Europäische Patentamt (EPA) hat, in den letzten Jahren immer wieder Patente erteilt, die Lebensmittelpflanzen wie Tomaten, Brokkoli oder Melonen betreffen, obwohl das europäische Recht das eigentlich untersagt. Auch Patente für Braugerste, Brauverfahren und Bier  wurden an Carlsberg und Heineken vergeben. 
Die Patente erschweren Bauern und Brauereien wie der Brasserie BFM nicht nur den Zugang zum Zuchtmaterial, sondern mindern zudem die Vielfalt und treiben die Preise in die Höhe. 
​Unterstützt die Kampagne No Patents on Beer und schreibt einen Brief an eure Regierung!
​
Keine Patente auf Bier / Gerste. No Patents on Beer Switzerland.
Quelle: www.no-patents-on-beer.org
Prost!

Ilona

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