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Partizipative Landwirtschaft - ein Arbeitstag bei der Agrico Genossenschaft

8/5/2023

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Diskutieren. Schaffen. Nachdenken. Essen. Schaffen. Plaudern. Waschen.
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Frühsommer 2021
Das ist eine kurze Zusammenfassung eines langen Genossenschafter-Arbeitstages auf dem Birsmattehof. Zu unserem Gemüseabo gehört es dazu, dass wir einmal im Jahr mithelfen. Und es tut unglaublich gut! Weshalb?
Sehen, wo unser Gemüse wächst.
Spüren, was es dazu braucht, damit es wächst. Wertschätzung fürs Essen. Nie mehr wird mir Gemüse teuer vorkommen.
Austausch, mit Menschen, die nicht zu meiner Bubble gehören und irgendwie doch. Mit Leuten vom Hof. Mit Geflüchteten. Mit anderen Genossenschaftern.
​Frische Luft, auch bei weniger gutem Wetter.
Zeit, die vergeht wie im Flug.

Jäten, das etwas Meditatives hat.
Zitat von unserem Bub nach 4 Stunden: "Gehen wir uns noch bedanken? Es war sehr schön, aber auch mühsam."
Kleinen Muskelkater im Hintern.
Dreckig. Aber sauberer Dreck.
Wenn du daran interessiert bist, einer SoLaWi beizutreten oder gar selber eine regionale Vertragslandwirtschaft aufzubauen, empfehle ich dir folgende Links:
- neuer Leitfaden von Bio Suisse (ich habe selbst im Rahmen meines Jobs ein Bisschen daran mitgearbeitet)
- Solawi
- RVL
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Handbuch für den Start regionaler Vertragslandwirtschaft
Sei Teil eines alternativen Ernährungssystems!

Michèle

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Corona und positive Gedanken

29/2/2020

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Gestern habe ich hundert, wenn nicht tausend Mal an Corona gedacht: Wir mussten den Kindern erklären, warum es keine Fasnacht gibt, warum die Cousins nun doch nicht anreisen, ich war auf Social Media, habe fern gesehen und zwischendurch musste ich etwas husten - schlicht gesagt, ich habe meine Gedanken vom Virus bestimmten lassen.

Corona erreicht uns zum Beginn der Fastenzeit. Dr. Rüdiger Dahlke - Autor verschiedener Fastenbücher - hatte auch etwas zum Virus zu sagen. Ich finde ja, er übertreibt es manchmal, aber weil sein Facobook-Post mich wieder positiver gestimmt hatte, möchte ich euch die wichtigsten Punkte in leicht abgeänderten Worten wieder geben.
  • Vom Staat können wir kompetente Verwaltung erwarten. Die Natur dagegen kann uns echte Vorbeugung bieten, und wir können aus dieser Bedrohung (ob sie nun wirklich so schlimm ist oder nicht) Konsequenzen ziehen, die in jedem Fall sinnvoll und gesund sind.
  • Angst ist die schlechteste Antwort auf diese Situation, reduziert sie doch nachweislich die Abwehrkräfte.
  • Fasten und vermehrt pflanzlich-vollwertige Kost reduziert die Entzündungsbereitschaft, wie sich an sinkenden CRP-Werten, den Entzündungsmarkern des Organismus, zeigt.
  • Sehr gut sind auch Waldspaziergänge, da auch sie unsere Abwehrbereitschaft nachhaltig fördern, wie ebenfalls wissenschaftlich belegt.​
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Ich mach es mir in den nächsten Tagen jedenfalls vermehrt zuhause gemütlich – "in einer Art bewusster freiwilliger Quarantäne", wie sie Dahlke empfiehlt. Wir werden uns um uns selbst kümmern, ausmisten, spielen, ausgewogen essen, singen, tanzen und Yoga machen. Und wenn wir raus gehen, dann gehen wir in die Natur... Ab sofort bestimme ich wieder selbst, was ich denke.

Michèle

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"5 am Tag" und andere gute Gewohnheiten

26/1/2020

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"5 am Tag" kenne ich aus dem französischen Fernsehen. Als ich nach dem Studium einen Sprachkurs in Paris gemacht hatte, wurde nach jeder Cerealienwerbung der folgende Satz eingeblendet: Pour votre santé, mangez au moins cinq fruits et légumes par jour. Diese Präventionsmassnahmen könnte man bei uns eigentlich auch einführen, schliesslich ist nicht immer auf den ersten Blick ersichtlich, welche Produkte gesund getrickst wurden. Und vielleicht ist "5 am Tag" ja sogar eines der Geheimnisse dieser französischen Schönheiten, die sich Pommes, Croissants und Rosé reinhauenden als hätten die keine Kalorien.

​​Warum sich einzelne Dinge verbieten, wenn man sich einfach ein paar gute Gewohnheiten zulegen kann? 

So geht "5 am Tag"

Ich finde das Konzept "5 am Tag" wahnsinnig praktisch, weil einfach. Unsere Kinder können schon ihren jungen Jahren auf fünf zählen. Die Regel besagt, dass jede der 5 Früchte- oder Gemüse-Portionen etwa der eigenen Faustgrösse entsprechen sollte. Wir befolgen die "5 am Tag"-Regel mal mehr und mal weniger, besonders achten wir aber im Winter darauf.
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Wer die Regel für einige Tage befolgt, stellt fest, dass man am besten schon beim Frühstück oder spätestens beim Znüni mit einer Frucht beginnt. Wer dann auch beim Mittag- und Abendessen je zwei Portionen Gemüse einplant, merkt vielleicht wie ich, dass man dadurch ganz automatisch weniger Beilagen isst.

Andere Gewohnheiten, die mir helfen, gesund und nachhaltig zu leben:

  • Immer eine Trinkflasche dabei haben, so trinke ich automatisch mehr gesundes Wasser und produzier weniger Abfall.
  • Ein Besteckset im Rucksack unterstützt mich beim Früchteschneiden im Park und beim Salat oder Suppe essen im Zug.
  • Eine Einkaufsliste schreiben und Menus planen (unser Menuplan als PDF)
  • Zuerst Suppe oder Salat essen und dann den Rest. Für die Kinder gibt es vorab Rohkost.
  • Reste als Mittagessen ins Büro mitnehmen.
Nun meine brennende Frage an euch: Welche guten Gewohnheiten könnte ich mir noch zulegen, ohne mir dabei etwas komplett verbieten zu müssen?

Michèle

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Wählen nicht vergessen

13/10/2019

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Der Wahlkampf brummt und wir brummen mit - für die Bienli, versteht sich. Letzte Woche lag die Wahlbeteiligung erst bei 20 Prozent und manchmal machen nur wenige Stimmen den Unterschied.
Seid ihr noch unentschieden? Auf dieser Plattform könnt ihr euch transparent informieren, wer von den (potenziellen) Parlamentariern pro Umwelt agiert:
ecorating.ch
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Unsere Kinder sollen noch eine Wahl haben
Hättet ihr gewusst, dass die SP "grüner" gewertet wird als die GLP? Und wie viel umweltfreundlicher die BDP abstimmt im Vergleich zur SVP? Interessant auch, wie wenig grün die FDPler abgestimmt haben, obwohl die ökologisch nachhaltige Entwicklung ein treibender Wirtschaftsfaktor werden dürfte. Man muss ja nicht gleich alles verbieten, aber die externen Umweltkosten müssen wir endlich internalisieren. Was nicht ist, kann ja noch werden. Nein... es muss!

Michèle

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Sag mal, Michèle...

31/8/2019

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Letzte Woche hab ich, Ilona, dir einige Fragen beantwortet, heute bist du dran.

Wie findest du mit Job und zwei kleinen Kindern Zeit, regelmässig frisch zu kochen?

Die Kinder wollen beschäftigt sein. Wenn mir nichts einfällt oder sie nur in der Wohnung herumrennen, dann kann ich sie mit Kochen begeistern. Auch das zweijährige Maiteli hilft schon mit. Manchmal muss es aber schnell gehen, dann gibt es Rohkost, Vollkornpasta und eine Fertigsauce ohne Zusatzstoffe. Mein Mann kocht übrigens genauso gern und oft wie ich. Er arbeitet, wie ich, teilzeit.
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Was macht dir am Bloggen am meisten Spass?

Darf ich zwei Punkte nennen? Einerseits ist es ein Ventil für das was mir im Kopf herumgeistert - durch das Schreiben kann ich meine Gedanken ordnen. Andererseits lässt mich der Blog immer wieder Neues ausprobieren, sei es ein Produkt, ein Rezept oder ein Ausflugsziel.

Gibt es ein Rezept von mir, das du nie ausprobieren würdest?

Haha, ja! Meine Freunde schwärmen mir von deiner Sauerkrautwähe vor. Und ich esse wirklich alles gern, von Haggis über Rosenkohl bis Ebly. Bei Sauerkraut vergeht mir aber der Appetit.

Welches Lebensmittel würdest du gerne öfters konsumieren?

Fisch. Der ist gesund und hilft gegen Fernweh. Aus Umweltgründen verkneife ich ihn mir meistens.

Was ist wichtiger: gesund oder lecker?

Gute Frage. Hm. Natürlich futtere ich gerne Chips oder Guzeli. Gäbe es die in meinem Umfeld nicht, würde ich sie nicht vermissen. Ohne Gemüse und Früchte aber kann ich keinen Tag leben. Schonend verarbeitete Produkte ohne künstliche Aromen schmecken mir generell besser. Mit Apfelringli-Aroma in der Schorle oder dem künstlichen Erbeergeschmack in übersüssten Kinderködern kann man mich jagen.
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Welchen Film oder welche Serie muss man unbedingt gesehen haben?

Black Mirror. 

Du und deine Familie fahren immer wieder nach Italien in die Ferien, was gefällt dir so gut an Italien?

Die Leute sind unheimlich herzlich gegenüber Kindern und sie verstehen es nicht nur gut zu kochen, sondern auch das Geniessen. Ausserdem gibt es viele tolle Kitespots, die noch nicht überlaufen und ohne Flugzeug erreichbar sind.

Könntest du dir ein Leben ohne Internet vorstellen?

Du, ich hab das sogar erlebt! Kürzlich habe ich aber mein Smartphone zu Hause liegen lassen, als ich geschäftlich an den Genfersee musste. Ich war ziemlich froh, als ich nach fünfmaligem Umsteigen trotzdem zur rechten Zeit am rechten Ort ankam.

Wir bloggen nun seit Anfang 2016 - was hat sich seit dem verändert?

Seither sind einige politische Initiativen aufgekommen, die Themen angehen, welche auch uns beiden am Herzen liegen. Ich interessiere mich nun mehr für Politik. 

Wenn du eine Sache auf der Welt verändern könntest, welche wäre es?

Mehr Achtsamkeit und Weisheit könnte uns Menschen nicht schaden.

Danke dir viel Mal!
Ilona

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Tschüss Öko-Scham

12/7/2019

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Brottasche
Wenn Büeblis bester Freund zum Essen kommt, stelle ich ihm ein Glas hin, denn er und seine Mama mögen kein Plastik. Als ich die Mutter darauf ansprach, sagte sie, dass sie das bei mir ja entspannt sehe... Wenn ihr Sohn aber bei anderen „so“ rede, mache sie sich schon ihre Gedanken, was die wohl denken. Ich wusste sehr genau, was sie mit „so“ meint, denn mein Sohn kann im Laden mit Blick auf fremder Leute Einkaufswagen ganz laut sagen: „Gell, das kaufen wir nicht, das ist ein Mist“. Ich nenn es Öko-Scham.

Dieser Blog-Beitrag ist für alle Tapferen, die ihn auch kennen: den Moment. Den Moment, in dem man in der Kantine etwas zerknirscht nachfragt, woher der Fisch kommt. Den Moment, in dem man sein Brotsäckli in der Bäckerei über den Tresen hält, weil man der Welt ein einziges winziges Papiertütchen ersparen will. Wenn man im Restaurant fragt, ob man die Reste auf dem Teller bitte mitnehmen könne oder wenn der Chef einen mit hochgezogenen Brauen anschaut, weil man eine Geschäftsreise lieber mit dem teuren und langsamen Zug machen möchte… Oder wenn man im Kleidergeschäft etwas zu spät ein „können Sie das bitte wieder auspacken, ich habe meine eigene Tasche dabei“ nuschelt.

Denn eigentlich müssten sich doch alle schämen, die es nicht tun. Also seid stolz darauf, wenn ihr es richtig machen wollt! Seid stolz auf jeden Umweg zum Abfalleimer, lächelt doppelt für einen Take-Away-Salat im eigenen Mehrweg-Glas und tragt eure leicht verwaschene Hose mit einer extra Portion Coolness. Sagt tschüss zum Öko-Scham. Make love, not CO2!

Michèle

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