Und mit welchem Geschenk habt ihr euch zuletzt glücklich gemacht?
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Mitte Dreissig sind Geburtstage nicht mehr so prickelnd wie damals, als ich aus lauter Aufregung sogar vor den Geburtstagen meiner Schwestern stundenlang wach lag. Aber so Feste haben dennoch etwas Gutes: man gönnt sich vielleicht etwas, das man sich sorgfältig ausgesucht hat. Auf meiner Wunschliste stand ein Bestecktäschchen, weil ich oft im Zug unterwegs bin und das Essen mit Plastikbesteck allein schon wegen des abgewerteten Esserlebnisses verabscheue.
Ich habe mir eine Spezialanfertigung nach Bildern von Pinterest online bestellt. Seit das Täschli eingetroffen ist, wohnt es in meinem Rucksack und macht mich sehr oft glücklich. Dadurch dass ich Besteck von zuhause verwende, kann ich einfach jeden Abend das Gebrauchte in die Geschirrspühlmaschine stellen und sauberes Besteck aus der Schublade nachfüllen. Eine hübsche Stoffsiervette gehört übrigens auch dazu. So macht Essen auch zwischen Tür und Angel wieder Freude.
Und mit welchem Geschenk habt ihr euch zuletzt glücklich gemacht? #wenigeristmanchmalmehr Michèle
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Frau Janik fragte mich, ob ich Lust hätte, Sie zu einem Farmtable-Essen nach Therwil zu begleiten. Und ob ich die hatte! Die Einladung von Marco, Geniesser, Erfinder und engagierter Organisator von Farmtable, nahmen wir daher gerne an. Achtung, hier folgt Werbung - für eine echt feine Sache... Empfangen wurden wir mit Schaumwein, Sellerie Tacos und einer klaren Tomatensuppe. Ich muss unbedingt herausfinden, wie man dieses Süppchen macht - das Aroma war so intensiv, wie ich es nur kenne, wenn ich meine Nase direkt in eine Pflanze stecke. Nicole vom Hof führte uns ins Gewächshaus und erzählte von Schädlingen, die von selber kommen, und Nützlingen, die sie mit der Post bekommt, um die Schädlinge natürlich in Schach zu halten. Das Gemüseabo des Birsmattehof ist in Basel bekannt. Fast 3'000 sind es heute. Ich selber kaufe ihr Bio-Gemüse oft in der Markthalle oder auf dem Matthäusmarkt. Danach ging es mit dem Traktoranhänger an Hühnern und Mutterkühen vorbei zum Salatfeld, wo uns ein weiss gedeckter Tisch erwartete. Zwanzig Gäste liessen sich auf den bequemen Stühlen nieder und Pascal Steffen vom Restaurant roots tischte auf. Der Erste gang war dem Ei gewidmet, begleitet von Pulled Suppenhuhn im Salatblatt. Unsere zusammengewürfelte Runde bediente sich von den Platten und kam schnell ins Gespräch. Am Tisch kannte ich schon vier Leute und beim zweiten Gang, geräuchete Forelle und Randen mit Forellenkaviar, war klar, dass ich vier weitere um höchstens eine Ecke kannte: Da war der ehemalige Chef von Onkel A., die Tante von meinem Sandkastenfreund F., eine Freundin von M. und eine Geschäftspartnerin von R. Basel ist eben ein Dorf. Zeit für ein Foto von Koch Steffen, der gerade Besuch von ein paar Rindern bekam. Es folgten Artischoken, die viele nicht zu mögen glaubten und dann doch alle mochten. Die Gespräche plätscherten dahin, die Sonne gab nochmal alles, ein wundervoller Rotwein von La Famiglia Fluhberg wurde eingeschenkt und so machte es auch nichts, dass DAS hier etwas auf sich warten liess: viele Stunde im Ofen gegarte Haxe vom Rind. Vom Nachtisch hätten wir alle noch mehr gegessen, obwohl längst niemand mehr hungrig war: Erdbeer, Holunder, Milch, oben crèmig, unten knusprig mit eingebautem Temperaturgefälle. Das 5-Gang Menu mit Weinbegleitung kostet mit 195 Franken einiges. Ich kann einen Farmtable-Abend dennoch wirklich empfehlen. Das Erlebnis, dort zu Essen, wo das Essen herkommt, werde ich nie mehr vergessen und der Aufwand hinter dem Anlass ist nicht zu unterschätzen. So gesehen rechnet sich das. Michèle
Es gab eine Zeit, da war Bier einfach Bier. Wir unterschieden höchstens zwischen einem Lager und einem Weizen. Seit einigen Jahren erfreuen wir uns an unabhängig gebrauten Bieren, an Bierbeizen mit Herden von Zapfhähnen und Mikrobrauereien... Sie schiessen förmlich aus dem Boden und selbst im Supermarktsortiment finde ich spannendes Gebräu. Mir wird das allerdings noch ganz und gar nicht langweilig. Drum war ich gestern mit einer Freundin in der Pop Up Bar "Matt + Elly".
Im Klingental 8 findet ihr im Juni jeweils von Di-So an einem lauschig eingerichteten Plätzchen mitten in Basel einen Vorgeschmack auf ihr Restaurant mit Brauerei. Denn das Konzept steht, das Bier ist gebraut, aber der perfekte Ort für die international beschwingte Küche fehlt noch.
Wir haben uns das Tasting gegönnt: 3 x 1dl Bier mit lustigem Namen, von links nach rechts zu trinken, geordnet von sanft bis saftig. Wobei ich sagen darf, dass auch das dritte (ein I.P.A.) ein sanftes ist. I like.
Michèle
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Greenpeace rüttelte mit obiger Grafik vor einem Jahr die Sozialen Netze auf. Die Organisation wollte damit zeigen, dass das Mindesthaltbarkeitsdatum nicht als Verfallsdatum zu sehen ist. Ich finde, das Bild hat es verdient noch einmal gesehen zu werden.
Ich vermute, dass niemand von uns absichtlich noch geniessbare Lebensmittel wegschmeisst, sondern dass es den Meisten von euch wie mir geht: wir trennen uns aus Unsicherheit, Unorganisiertheit oder aus Unwissen. Ist das Ei noch frisch? Was mache ich mit der zweiten Hälfte Granatapfel? Kann ich Rahm tiefkühlen? Wie vermeide ich Gefrierbrand? Was koche ich aus dem Rest Sellerie? Hier setzt das neue Buch von Betty Bossy an. Es ist sehr hübsch gestaltet, gut gegliedert, enthält nützliche Tabellen und liest sich fast wie eine Frauenzeitschrift, nur ohne schlechtes Gewissen. "Restenlos geniessen" schafft es ohne erhobenen Zeigefinger die Lust am Resteverwerten zu wecken.
An dieser Stelle noch ein 356. Tipp von mir, auf den ich gekommen bin, als unser Büebli nach der Speise von zweieinhalb Pommes den Restaurantspielplatz doch interessanter fand als seinen Teller: Genau wie Brot lassen sich auch Pommes aufbacken.
Pommes aufbacken
Pommes leicht befeuchten und 5 Minuten im Ofen bei 180° kross werden lassen.
Laut Knigge ist es heutzutage voll in Ordnung Reste aus dem Restaurant mitzunehmen. Nicht zuletzt der Küche gegenüber finde ich es nur fair, alles aufzuessen. Ja, sogar ein paar Kartoffelstäbchen haben das verdient.
Michèle
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Auf 1/3 der Autos verzichten oder Reste essen Da ging etwas schief - kann ich das noch essen Rezepte zum Thema: Lasagne Suppe mit Orange Altes Brot Sammlung #altesbrotistetwaswert Öl von eingelegten Antipasti Risotto Michèle
Wenn wir selber andere Food Blogs aufrufen, dann meist weil wir ein bestimmtes Rezept oder weil wir dringende Inspiration für's Abendessen suchen. Auf die Frage "Was kochen" zeigt uns Google satte 26,7 Millionen Möglichkeiten. Wir bekennen uns schuldig, denn ihr kennt eine ganze Reihe unserer eigenen Rezepte.
Aber zeigt euch das, wie wir wirklich essen? Kann man so deftig kochen und trotzdem nicht zunehmen? Essen wir so, wie wir es für richtig halten? Im März haben wir für zwei Wochen mitgeschrieben. So weiss nun Ilona, was Michèle ass und Michèle weiss, was Ilona aufgetischt hat. Das war gar nicht mal so uninteressant. Vielleicht findet ihr in unseren Wochenplänen das Menu für heute?
*Rezept auf www.schweizer-gitzi.ch
**Rezept auf unserem Blog
*Das Rezept für Bohnenburger hat sehr überzeugt, wird es sicher in Zukunft einmal auf dem Blog geben
**Dank diesem Trick liegt das Fondue weniger schwer im Magen ***Hab mich masslos überessen, würde die Kombination nicht empfehlen
Falls jemand Lust verspürt, uns seinen Wochenplan zu schicken, nur zu! Wir blicken gerne über den Tellerrand...
Ilona & Michèle
Habt ihr euch auch schon beobachtet, wie ihr - Reiseführer in der einen, Mobiltelefon in der anderen Hand - in der flirrenden Mittagssonne durch eine fremde Stadt stolpert auf der Suche nach einem guten Essen? Das erste Lokal hat Ferien, das zweite ist voll und das dritte noch nicht geöffnet… Der Magen knurrt, das Kind oder der Partner sind bei Zweivorquängel und ihr habt jetzt auch nichts von der Stadt gesehen. Nun, ich habe mich so beobachtet. Besser gesagt, hatte. Denn inzwischen habe ich eine neue Strategie, welche ich euch hiermit aufdränge.
Lauft mit offenen Augen durch die Stadt und geniesst. Wenn ihr ein Restaurant seht, das...
Um ein richtig gutes Restaurant zu finden, wählt ihr besser ein Restaurant, das...
Ansonsten empfehle ich euch - zumindest für die nächste Italienreise - herzlich den Führer „Osteria d’Italia“ von Slow Food. Ihr könnt ihn gern bei mir oder in der Bibliothek ausleihen. Michèle |
Loading... Hallo!Wir sind Michèle und Ilona und bloggen über unsere Liebe zum Essen und allem drum herum.
Unsere TippsKlickt auf mehr um zu erfahren welche Blogs, Bücher, Filme usw. wir euch empfehlen.
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